Spielvorschau: VfL Kirchheim/Teck 2 – TG Biberach, 12. Spieltag, Bezirksliga Ost 2017/18

Am 12. Spieltag der Bezirksliga Ost 2017/18 müssen die TG-Herren auswärts beim VfL Kirchheim/Teck 2 ran. Mit drei Siegen in Folge reisen die Biberacher voller Selbstvertrauen zum Tabellenletzten. Der Respekt vor der „Wundertüte“ Kirchheim ist dennoch groß.

Zwei Spiele, zwei Siege: Die TG-Herren haben einen perfekten Start in das neue Basketball-Jahr hingelegt und mit insgesamt drei Siegen in Folge einen „winning streak“, wie es in dieser Saison bis dato noch nicht gab. Der road trip der Biberacher geht am kommenden Wochenende direkt weiter, nach dem Auswärtsspiel in Wendlingen trifft das Team von Trainer Martin Arens am kommenden Sonntag (4.2, 17:30 Uhr) in der Sporthalle Stadtmitte in Kirchheim/Teck auf die zweite Mannschaft des VfL.

Kirchheim schöpft dank Routinier Howard neue Hoffnung im Abstiegskampf

Mit einer Bilanz von 3:9 ist der VfL Kirchheim/Teck 2 aktuell Tabellenletzter in der Bezirksliga Ost. Nach acht Niederlagen in Folge hat sich der VfL in den vergangenen Wochen jedoch gefangen. Erst am letzten Spieltag der Hinrunde feierte man beim 85:58-Auswärtserfolg gegen Metzingen den ersten Saisonsieg. Zum Jahresauftakt kassierte man, im vorgezogenem Spiel, gegen den TSV Wendlingen eine 54:63-Niederlage, ließ sich von dieser jedoch nicht wirklich zurückwerfen und feierte am 10. Spieltag mit 76:70 gegen den MTG Wangen seinen zweiten Saisonsieg. Der Heimerfolg gegen den Drittplatzierten aus Wangen gleicht einer „kleinen Sensation“, denn zum Saisonauftakt im Oktober 2017 kassierte Kirchheim noch eine 50:113-Blow-out-Niederlage.

Nur wenige Tage nach dem Spiel gegen Wangen folgte direkt der nächste Erfolg, bei dem der VfL jedoch von einem „technischen Fehler“ der Elchinger profitierte. Eigentlich musste man sich am vergangenen Mittwoch, im dritten Spiel binnen zehn Tagen, auswärts mit 68:77 bei ScanPlus Baskets Elchingen 3 geschlagen geben. Da mit Lars Pompe jedoch ein Spieler bei Elchingen auf dem Spielberichtsbogen stand, welcher erst einen Tag später auf den Mannschaftsmeldebogen auftauchte, wurde das Spiel nach Einspruch des VfL „am grünen Tisch“ mit 20:0 für die Kirchheimer gewertet. Auch wenn der VfL nach wie vor auf dem letzten Tabellenplatz liegt, hat man den Rückstand auf Laupheim und Metzingen (ebenfalls drei Siege) sowie Bodensee (vier Siege) deutlich verkürzt im Vergleich zur Hinrunde.

Maßgeblich beteiligt an den jüngsten Erfolgsserie der Kirchheimer ist Basketball-Routinier Paul Howard. Der Ex-BBL-Profi (Tübingen) und VfL-Veteran feierte Ende des vergangenen Jahres mit 49 (!) Jahren sein Basketball-Comeback im regulären Spielbetrieb. In vier Spielen kommt der US-Amerikaner auf einen soliden Schnitt von 13 Punkten und ist damit neben Spielertrainer Mario Geiger und Andreas Melzer direkt zum Top-Scorer seiner Mannschaft avancierte. Der Swingman ist jedoch für die Defense noch wichtiger als für die Offense, was auch ein Blick auf die Stats verdeutlicht. Ohne Howard kassierte der VfL im Schnitt rd. 80 Punkte pro Spiel, mit ihm sind es nur noch 67. Inwiefern diese Verbesserung allein ein Verdienst von Howard ist bleibt offen, einen gewissen Zusammenhang zwischen seiner Rückkehr und der jüngeren Erfolgen lässt sich jedoch nicht abstreiten.

TG-Herren wollen weiter fokussiert spielen

Aber nicht nur in Kirchheim zeigte die Formkurve in den vergangenen Wochen deutlich nach oben, auch die TG Herren haben ihre zwischenzeitliche Krise hinter sich gelassen und sich trotz anhaltender verletzungssorgen mit drei Siegen in Folge wieder im Tabellenmittelfeld der Bezirksliga Ost etabliert. Die Erfolge gegen Laupheim, Metzingen und zuletzt Wendlingen haben dem Team deutlich mehr Selbstvertrauen gegeben, was auch in den Spielen spürbar ist. Vor allem „von draußen“ hat Biberach endlich seinen Rhythmus gefunden. Dies spiegelt sich auch in den „nackten Zahlen“ wieder: belegten die TG’ler in der Hinrunde noch den vorletzten Platz in Sachen verwandelte Dreipunktwürfe, hat man sich in dieser Disziplin nun auf Rang 5 „hochgeschossen“. 23 von insgesamt 44 3ern netzte man in den vergangenen drei Spielen. Damit wurde die Quote von 2,6 auf 7,6 nahezu zu verdreifacht.

Die verbesserte Effizienz in der Offense ist jedoch nicht alleine ausschlaggebend für die ansteigende Form. Auch die Leistungen in der Defense sind deutlich besser geworden. Mehr Druck, mehr Aggressivität und mehr Willen sind mindestens genauso wichtig gewesen in den letzten Spielen wie die Wurfquote. Insgesamt präsentieren sich die Biberacher derzeit als „geschlossene Einheit“, bei der einer für den anderen kämpft, egal ob sich dabei um die starting five handelt oder die Bank.

Bei all dem vielen Licht, gibt es leider auch den einen oder anderen Schatten im Biberacher Spiel. Sowohl gegen Metzingen, als auch beim letzten Erfolg gegen Wendlingen fielen die TG’ler, meist nach der Halbzeitpause, in ein unerklärliches „schwarzes Loch“. Teilweise lief minutenlang weder vorne, noch hinten etwas zusammen. In Spielen mit einer komfortablen Führung kann man sich solche Aussetzer hin und wieder erlauben, aber gerade in engen Spielen sind diese „tödlich“. Es wird spannend zu sehen ob man diese Black Outs reduzieren kann bzw. komplett aus dem eigenen Spiel verbannt oder ob diese auch für den Rest der Rückrunde erhalten bleiben.

Das Hinspiel Mitte Oktober 2017 ging mit 82:55 souverän an die TG Herren. Es ist jedoch davon auszugehen, dass sich der VfL im bevorstehenden Rückspiel, in heimischer Halle deutlich verbessert präsentieren wird. Basketball-Fans können sich auf ein packendes Spiel freuen.

Tipp-off der Partie ist am kommenden Sonntag, den 04.02.2017 in der Sporthalle Stadtmitte in Kirchheim/T um 17:30 Uhr.

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