Die selbstgemachte Formkrise der TG Basketballer

Mit 2 Siegen und 1 Niederlage haben die TG Basketballer einen guten Auftakt in die Bezirksliga Saison 2017/18 erwischt. Zuletzt kassierte man jedoch drei Niederlagen in Folge und liegt aktuell nur noch auf dem 7. Platz in der Tabelle. Wir werfen einen Blick zurück auf die vergangenen Spiele.

Die Hinrunde in der Bezirksliga Ost 2017/18 neigt sich so langsam aber sicher dem Ende zu. 6 von 9 Spielen haben die TG Basketballer bisher absolviert und in den verbliebenen knapp drei Wochen stehen noch drei Spiele (Bodensee 1, Heidenheim 1 und Laupheim) an. Mit zuletzt drei Niederlagen in Folge befinden sich die Biberacher aktuell in einer „kleinen Formkrise“.

Viele enge Spiele ohne Happy End

63:71 gegen Elchingen 3, 65:76 gegen Wangen und 52:61 gegen Reutlingen 2, so lautet die Bilanz der TG aus den letzten drei Spielen. Die reinen Ergebnisse sprechen zwar für sich und dennoch lohnt es sich einen genaueren Blick auf die letzten Begegnung zu werfen. In alle drei Spielen agierten die Biberacher lange Zeit auf Augenhöhe, gegen Elchingen lag man zwischenzeitlich mit +10 in Führung. In Wangen ließ man sich trotz der äußerst fragwürdigen Linie der Unparteiischen nicht abschütteln und lag zur Halbzeitpause nur mit -2 zurück. Auch am vergangenen Sonntag bei der Heimniederlage gegen Reutlingen 2, stand es vier Minuten vor Ende der Partie 42:43 aus Sicht der TG. Mit etwas mehr Glück (in den entscheidenden Momenten), hätte man diese Partien auch alle samt gewinnen können.

Fokus, Fokus, Fokus

Natürlich fehlte es in den letzten Wochen nicht nur am Glück, es gab und gibt auch genügend Punkte bei denen man sich an die eigene Nase fassen muss. Mit Blick auf die Statistik fällt auf, dass die TG Basketballer sowohl in Sachen 3er aber auch bei den Freiwürfen im unteren Tabellendrittel rangieren. Mit 14 3ern in 6 Spielen liegt man derzeit nur auf dem vorletzten Platz in diesem Ranking. Lediglich Elchingen kommt mit 13 3ern auf eine schlechtere Bilanz. Die TSV Laupheim hingegen, Spitzenreiter in dieser Statistik, kommt mit 38 erfolgreichen 3ern auf fast 3x so viele wie die Biberacher im gleichen Zeitraum. Insgesamt betrachtet gilt es die Wurfquote aus dem Feld deutlich zu verbessern, denn auch aus der Mitteldistanz besteht bei der TG noch deutlich Luft nach oben.

Gleiches gilt auch für die Freiwürfe, einer der (größeren) Baustellen in der laufenden Saison. Mit einer Quote von 51,7% liegt man ebenfalls nur auf dem 8. Rang, vor Wangen die auf 51,5% kommen und Bodensee mit 47,5%. Insbesondere in engen Spielen sind „einfache Punkte“ von der Linie oftmals spielentscheidend.

Ein weiteren Punkt an dem die Biberacher konsequent arbeiten müssen, ist die fehlende Konstanz im eigenem Spiel. Es ist auffällig, dass man nahezu die komplette Saison hinweg zu schläfrig in die Spiele startet und häufig einem Rückstand hinterher jagen muss. Auch wenn die vielen Aufholjagden unter Beweis stellen, dass die TG kämpferisch betrachtet kein Problem hat, kosten diese natürlich viel Kraft. In keinem der bisher 6 absolvierten Spiele konnten die Biberacher eine konzentrierte und fokussierte Leistung vom ersten bis zum letzten Viertel abliefern.

Last but not least und aufbauend auf dem vorherigen Punkt, muss die Anzahl an „unnötigen Ballverlusten“ deutlich reduziert werden. Auch wenn es hierfür keine offizielle Statistik gibt, wie bei den Profis, ist die Anzahl an sog. Turnovers offensichtlich zu hoch und dürfte sich im Schnitt pro Spiel auf 7-8 belaufen. Egal ob in der Offense Transition oder aus dem Positionsspiel heraus, zu häufig wird der Ball „hergeschenkt“. Schlampige oder zu hastige Zuspiele haben weniger etwas mit Qualität und Können zu tun, sondern viel mehr mit der Einstellung und Konzentration.

Eine ausgeglichene Liga in der mehr möglich ist

Als Kreisliga-Aufsteiger hat man sicherlich nicht den Anspruch auf Anhieb ganz oben in der Tabelle mitzuspielen. Doch die bisherigen Spiele und Leistungen haben ganz klar gezeigt, dass man „spielerisch“ durchaus in der Lage ist gegen alle Teams mitzuhalten. Kleinigkeiten wie Körpersprache oder Fokus geben oftmals den Ausschlag und an diesen gilt es nun kontinuierlich weiter zu arbeiten um aus der Krise herauszukommen.

Auch wenn in den letzten Wochen viele Dinge nicht immer geklappt haben, ist es dennoch „erfreulich“, dass man für einen Großteil der Fehler und Schwächen selbst verantwortlich war und diese mit der nötigen Einstellung und Training zukünftig verbessern kann. Idealerweise schon am kommenden Sonntag, beim Auswärtsspiel bei der BG Bodensee 1 in Tettnang.

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